Ansprechpartner OV Brackenheim

- Foto: Martin Naujocks
Herr Tobias Frank
Gruppenführer
Tel: 0171/7082627
Fax: 07135/9699190
tobias.frank at drk-brackenheim.de
Leistungsmodul Behandlung
Aufgrund der notfallmedizinischen Entwicklung des Rettungsdienstes hat sich die Aufgabenstellung des Sanitätsdienstes in den vergangenen Jahren geändert.
Bei Ereignissen mit Personenschäden wird die Rettungsdienstleitstelle je nach dem Ausmaß der Schadenslage - entsprechend den festgelegten Alarmierungs- und Einsatzvorgaben - alle zur Verfügung stehenden eigenen Rettungsmittel, ggf. Rettungsmittel benachbarter Rettungswachen, rettungsdienstlichen Schnelleinsatzgruppen und den Luftrettungsdienst alarmieren und einsetzen. Es ist davon auszugehen, dass die primäre Versorgung von Verletzten durch rettungsdienstliches Personal begonnen wird. Ein "Leitender Notarzt" (LNA) hat die medizinische Einsatzleitung und bestimmt mit dem organisatorischen Leiter (OrgL) den Einsatz der Rettungsmittel. Damit kommt der Sanitätsgruppe im wesentlichen eine verstärkende und ergänzende Funktion zu.
geänderte Situation innerhalb der Einsatzeinheit
Wir haben die Umstrukturierung des Katastrophenschutzes in Baden-Württemberg genutzt, um in der Einsatzeinheit West ebenfalls einige Umstrukturierungen vornehmen zu können.
Daher arbeiten wir ab sofort mit den Bereitschaften Elsenz, Mühlbach und Zaberfeld verstärkt zusammen. Wir stellen gemeinsam das Leistungsmodul Behandlung. Dadurch sind wir zu jeder Tages- und Nachtzeit in der Lage, die Besetzung unserer Fahrzeuge zu gewährleisten und eine verlässliche Komponente im Katastrophenschutz zu sein.
Diese Zusammenarbeit wirkt sich natürlich auch auf das "tägliche Geschäft" unserer Ortsvereine aus. Wir unterstützen uns gegenseitig bei der Besetzung von Sanitätsdiensten sowie bei organisatorischen Dingen.
Aufgaben
Die Sanitätsgruppe
- führt dringend benötigtes Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoffgeräte, Verbandstoffe usw. an die Einsatzstelle und unterstützt die Notärzte und das Rettungsdienstpersonal - soweit notwendig - bei der Versorgung der Verletzten (Herstellen und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit)
- schafft - je nach Notwendigkeit - die erforderlichen Infrastrukturen an der Einsatzstelle durch Einrichten eines Verbandplatzes
- sucht ggf. Verletzte und führt deren Erstversorgung durch
- übernimmt erstversorgte Verletzte, z.B. von Verletztenablagen und bringt diese zum Verbandplatz
- versorgt und betreut Verletzte und Kranke bis zu deren Abtransport in die Klinik
- versorgt die leicht verletzten Betroffenen und sorgt so für eine Entlastung des Rettungsdienstes, der Notärzte und der Krankenhäuser
- übernimmt die medizinische Versorgung kontaminierter Verletzter und führt die behelfsmäßige Dekontamination durch
- nimmt unverletzte Betroffene in ihre Obhut und betreut ggf. bis zur Übergabe an die Betreuungsgruppe
- sorgt für die Registrierung und Dokumentation
Sanitätslage
Die Personalstärke und die Ausstattung der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit ist für die Versorgung von 20 Verletzten ausgelegt. In Zusammenarbeit mit einem Notarzt des Rettungsdienstes, zwei RTW- und einer KTW-Besatzung versorgen, der Arzt und die neun Helfer der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit:
- 2 - 3 schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u.a. Infusions- und Intubationstherapie) und
- 4 - 5 mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität aber keine Transportpriorität) und
- 12 leichtverletzte Personen (keine Behandlungs- und Transportpriorität).
Bei einer großen Zahl verletzter Personen haben die sanitätsdienstlichen Aufgaben Vorrang. Daher werden alle Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheit zunächst sanitätsdienstlich tätig.




